Vorgänger dieser Gesellschaft war bis 1903 eine Stierhaltungsgenossenschaft.
1903 erfolgte die Gründung der Stammzuchtgenossenschaft Bismark und Umgebung mit dem Beitritt der Züchter aus Schäplitz.
1906 wurde Stammzuchtgenossenschaft Schäplitz mit der Nr. 47 in Sachsen-Anhalt gegründet.
Wurde in den Anfangsjahren verstärkt auf Form und Farbe der Zuchttiere geachtet, so trat in den weiteren Jahren das Kriterium Milch- und Fettleistung neben der Form in den Vordergrund. Hierzu erfolge die Gründung eines Kontrollvereins zur Durchführung der Milchleistungsprüfung mit Einstellung eines Leistungsprüfers, der auch die Herdbuchführung übernahm.
Den Vorsitz der Stammzuchtgenossenschaft Schäplitz übernahmen nacheinander die Herren
| Bauermeister, W. |
| Voigt, W. sen. |
| Krehl, M. |
| Voigt, W. jun. |
| Icarus | 43 15 | 1922 | Stendal | II | Preis |
| 1923 | Stendal | III a | Preis | ||
| 1924 | Magdeburg | II a | Preis | ||
| 1926 | Stendal | I b | Preis | ||
| 1927 | Stendal | I a | Preis | ||
| Norbert | 10639 | 1932 | Stendal | I a | Preis |
| Jupiter | 19081 | 1950 | Bismark | II b | Preis |
| Rivale | 20800 | 1950 | Bismark | I a | Preis |
| Dolde „Mertens, A“ | 84532 | 1929 | Stendal | I a | Preis |
| Pappel „Mertens, F“ | 147641 | 1950 | Bismark | I a | Preis |
| 1950 | Leipzig | III | Preis |
Durch die Einführung der künstlichen Besamung wurde die Vatertierhaltung immer stärker in den Hintergrund gedrängt, da durch die Besamungsstationen züchterisch wertvolles Sperma von Spitzenbullen geliefert werden konnte.
Mit der Bildung der LPG-en und dem 1960 erfolgen Eintritt aller Bauern, wurden Züchter-genossenschaften überflüssig und durch Dekret im Jahre 1965 aufgelöst. In den Folgejahren kommt die züchterische Arbeit in Schäplitz völlig zum Erliegen und die Schäplitzer Rinderzucht versinkt in die Bedeutungslosigkeit.
Erster Nachweis über Pferdezucht in Schäplitz datiert aus dem Jahre 1960, hier erhielt der Besitzer Möhring aus Schäplitz auf der Kreistierschau in Stendal einen 1.Preis für eine dreijährige schwarze Stute.
Wurden in jenen Jahren englische Shire-Hengste eingekreuzt, so bedingte die tiefere Bodenbearbeitung für den Zuckerrübenanbau ein schweres Arbeitspferd. Nach dem 1.Weltkrieg entstanden in der Altmark „Pferdezuchtgenossenschaften für die Zucht des schweren rheinisch-deutschen Kaltblutpferdes“ auf belgischer Grundlage. Diese schwere Kaltblutrasse entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf der Basis belgischer Kaltblüter in Nordrhein-Westfalen.Die mächtigen Pferde wurden hauptsächlich im Ackerbau und für schwere Zugarbeiten eingesetzt. Als immer mehr Maschinen in Land- und Forstwirtschaft Einzug fanden, verringerten sich die Bestände der Arbeitspferde drastisch. In den 50er Jahren brach die Zucht der Rheinisch-Deutschen mangels Nachfrage zusammen.
Das „Veredelte Landschwein“ wurde im einzigen Zuchtbetrieb im Ort von Herrn O. Hartmann gehalten. Für die Gebrauchszucht wurden Deckeber durch die Eberhaltungsgenossenschaft gehalten und für die deckung zur Verfügung gestellt.
Das veredelte Landschwein unterscheidet sich vom Edelschwein durch seine typischen Hängeohren. Es verfügt über eine gut entwickelte Rücken-, Schulter- und Schinkenpartie und liefert einen hohen Anteil begehrter Fleischstücke.