Die Kirchengeschichte beginnt mit der Christianisierung des slawischen Volksstammes der Wenden - vollendet durch Albrecht den Bären (ab 1143). Etwa hundert Jahre später wurde die Schäplitzer Kirche als typisch altmärkische Feldsteinkirche erbaut. Die Mühen der Errichtung für die Dorfgemeinschaft sind heute kaum noch vorstellbar. Nur das Feldsteingemäuer ist ursprünglich erhalten.
1375 hatte der Pfarrer eine Hufe Land (ca.20 ha).
Ein Sakramentshäuschen (kunstvoller, turmartiger Schrein zur Aufbewahrung der geweihten Hostie in gotischen Kirchen) ist etwa von 1450. Es befindet sich in der Sakristei, ist in die Mauer eingelassen und wird von einer schmiedeeisernen Tür verschlossen.
1540 Die erste Kirchenvisitation gehalten
1551 Kirchenvisitation
1578 bei der gehaltenen Kirchenvisitation wird als Pfarrer Johann Sickel genannt
1600 war Petrus Simon Pfarrer. Kirchenvorsteher werden erstmals namentlich erwähnt, nämlich Steffen Gade und Lentzen Lemme
1638 beginnt das erste Schäplitzer Kirchenbuch
1661 stiftet der Patron der Kirche ein Uhrschlagwerk
1668 den 23. Mai hat Junker Christoph von Kalben einen neuen Beichtstuhl in die Kirchen setzen lassen
1738 40 wurde das Kirchengestühl neu erbaut.
1805 in der Nacht vom 7. zum 8. Mai wurde die Kirche bestohlen.
Entwendet wurden:
1.) der silberne, stark vergoldete Kelch
2.) die silberne Patene
3.) zwei zinnerne gute Kollektenteller“
1817, 300 Jahre Thesenanschlag: „Am 21. Oktober 1. und 2. November 1817 ward auch hier das 3. Jubelfest der Reformation Luthers gefeiert.
1823 Im Frühling wurden die bei ihrer Erbauung 1738 1740 ohne Anstrich gebliebenen Kirchenstühle mit Ölfarbe gestrichen.
Die Kanzel und der Altar erbaut 1716 und 1724 ( für 281 Ta ) wurden renoviert mit Farben und Vergoldungen. Das alte Geländer um den Altar wurde weggenommen und ein neuer Tritt errichtet.
1830 wird Schäplitz Filialkirche von Badingen.
1847 wird Schäplitz Filialkirche von Kläden.
1866 wurden sämtliche Fenster und Portale beim Umbau geändert. An den Chor wurden zwei Anbauten angefügt und die Innenausstattung wurde erneuert. Auch Altar, Kanzel, Gestühl sind von 1866.
Eine kleine Glocke (Durchmesser 0,95 m) war von 1886.
1922 wurden zwei neue Glocken, für die im ersten Weltkrieg eingeschmolzenen, gegossen.
Es ist das heute noch vorhandene Geläut.
1939 wird das Küster- und Schulamt voneinander getrennt.
Anfang der 60-er Jahre wird ein elektrisches Geläut installiert.
1968/69 werden Malerarbeiten ausgeführt sowie das Dach ausgebessert.
1988 wird das Dach umgedeckt.
1995 wird der Gedenkstein für die Opfer des II. Weltkrieges errichtet.